Für Marlen Pelny müsste eine neue musikalische Schublade erfunden werden.

Zwischen Pop und Poesie, Konzert und Lesung entwirft die Musikerin eine Welt, die von Zartheit und Intensität geprägt ist und sagt, was sie zu sagen hat mit berührender poetischer Treffsicherheit. Einige ihrer Songs dürften bald auf keinem nächtlich zusammengestellten Mixtape fehlen.

Auf „Fischen“ hat sie Sentenzen formuliert, die uns letztlich durch unsere eigenen unausgesprochenen Gedanken schicken: „Wir stehen alle einmal auf, uns tut allen mal was weh, wir sind alle mal schlecht drauf, doch am Abend sagen wir uns geht’s okay....“

Pelnys Talent liegt darin, auf in der Popmusik virulente Selbstinszenierungen zu verzichten und stattdessen Schmerzpunkte des Selbst zu artikulieren. Das berührt und bringt eine nur selten angeschlagene Saite zum Schwingen.

Dass ihr Schlagzeuger Nikolas Basler den i-Punkt auf Pelnys Kompositionen setzt, erkennt man vom ersten Beckenschlag an. Basler ist im Jazz beheimatet, was Pelnys Songs öffnet und dem Rhythmus ihrer Sprache den des Schlagwerks gekonnt gegenüber stellt.

Marlen Pelny trat erstmals durch das Lyrikprojekt „augenpost“ öffentlich in Erscheinung, bei dem sie gemeinsam mit der Autorin Ulrike Almut Sandig Gedichte plakatierte – das war nicht legal, aber schnell viel beachtet. Während sich Sandig bis heute vor allem dem Schreiben widmet, hat sich Marlen Pelny nach ihrem Lyrikband „Auftakt“ auf die Musik konzentriert.

Das Album „Fischen“ präsentiert nun eine Auswahl ihrer Songs, die sie auf vielen Konzerten, Lesebühnen und Literaturfestivals der vergangenen Jahre gespielt hat, oder die sie als Filmmusiken zu Kurzfilmen beisteuerte.

Man kann es bei allen einschlägigen Downloadshops kaufen. Als CD wird es nur auf Marlens Konzerten zu haben sein. Da muss man also hingehen. 

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